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02 Gasthaus Engel - Heimatgeschichte Gundelfingen

Heimatgeschichte Gundelfingen

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02 Gasthaus Engel

Kulturpfad Gufi
       Kulturpfad Gundelfingen
 
Der „Kulturpfad Gundelfingen" wurde in den Jahren 2005-2008 gemeinsam von den Ortsgruppen des BUND Gundelfingen und des Schwarzwaldvereins Gundelfingen/Wildtal sowie vom Verein für Heimatgeschichte Gundelfingen und Wildtal errichtet und der Gemeinde Gundelfingen zur IOOO-jährigen Wiederkehr der Ersterwähnung 2008 geschenkt.
Die Wirtschaft „Engel“ eröffnete Johann Michael Spieß 1714 nach „gnädigster Bewilligung durch Ihro Markgräfliche Durchlaucht“ Karl Wilhelm. 1910 war der Engel eine beliebte Gartenwirtschaft mit runden Pavillons in japanischem Stil.
Schon damals hatte man das Fachwerk des Hauses überputzt. Erst bei der Renovation 1960 wurde der Putz abgeschlagen und das Fachwerk wieder freigelegt.
Wohl das älteste Foto des Engel auf einer Ansichtskarte, die 1929 gelaufen ist. Neben dem Gasthaus ist rechts die Dorfwaage für Fuhrwerke zu sehen. Besitzer war damals Emil Hochuli, der auch Fremdenzimmer anbot.
 
Ab 1950 betrieb der Wirt dort viele Jahre im Nebenerwerb die Poststelle, auch eine Kegelbahn war vorhanden.
Blick auf den Tresen des Gasthauses, an dem Feierling Bier gezapft wurde. Das Bild wurde um 1960 aufgenommen.
 
Der Engel von hinten mit seinen beiden „Rucksäcken“ (Anbauten), aufgenommen um 1965.

In den 1980er-Jahren wurde der Engel von der Gemeindeverwaltung genutzt und war zuletzt bis 1987 Jugendzentrum. Im Rahmen der Ortsmitte-Sanierung sollte auch der Engel renoviert werden, er fiel jedoch im Herbst 1987 einem Brandanschlag zum Opfer.
 
Abbruch des abgebrannten Engel, 1987
 
Die Rekonstruktion erfolgte zugleich mit dem Neubau des neuen Rathauses, wobei der Engel leicht nach Westen verschoben wurde. Was an Balken vom alten Fachwerk noch brauchbar war, wurde wiederverwendet. Man erkennt die Originalbalken daran, dass sie mit Beilen bearbeitet worden waren, um den Putz besser zu halten.
Seit seiner Fertigstellung wird im Erdgeschoss ein Café betrieben, im 1. Obergeschoss gibt es einen Unterrichts- und Tagungsraum. Im Dachspitz befindet sich der Vereinsraum des Vereins für Heimatgeschichte.
 
Der rekonstruierte Engel an einem Markttag, 1990
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